Schutzkonzept

 
 
"Hier bin ich richtig", "Hier bin ich wichtig", "Hier bin ich sicher", "Hier werde ich gesehen", "Was ich nicht mag, merke ich am Herzen"
 
Warum ein Schutzkonzept:
 
Die Erarbeitung eines Schutzkonzeptes ist eine Konsequenz aus den vielen Missbrauchsskandalen der Vergangenheit und Gegenwart. Das Bundeskinderschutzgesetz verlangt, dass die Einrichtungen durch verschiedene Maßnahmen das Risiko zum Tatort sexueller Übergriffe und Gewalt zu werden, senken.
Ein Schutzkonzept hat zum Ziel, Kinderrechte zu stärken, grenzverletzenden Verhalten vorzubeugen sowie ein Umfeld zu schaffen in dem betreute Kinder, deren Familien und die Kindertagespflegeperson einen wertschätzenden und achtsamen Umgang miteinander pflegen. Dies stellt den stärksten Schutz vor Übergriffen und Machtmissbrauch dar. Auch die Kindertagespflege benötigt ein Schutzkonzept um präventive Erziehung von Anfang an leisten zu können. Ich trage dazu bei, das Selbstbewusstsein meiner Tageskinder zu stärken und sie zu ermutigen ihre Wünsche und Beschwerden zu äußern und fördere so das Kindeswohl.
 
"Kinder haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig"(§1631,Abs.2 BGB).
 
Die 10 wichtigsten Kinderrechte im Überblick:
 
1990 hat die Bundesrepublik Deutschland die UN Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Diese ist 1992 in Kraft getreten.
 
1. Gleichheit, Artikel 2
Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden.
2. Gesundheit, Artikel 24
Kinder haben das Recht gesund zu leben, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden.
3. Bildung, Artikel 28
Kinder haben das Recht zu lernen und eine Ausbildung zu machen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht.
4. Spiel und Freizeit, Artikel 31
Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein.
5. Freie Meinungsäußerung und Beteiligung, Artikel 12 und 13
Kinder haben das Recht bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.
6. Schutz vor Gewalt, Artikel 19,32 und 34
Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung.
7. Zugang zu Medien, Artikel 17
Kinder haben das Recht sich alle Informationen zu beschaffen, die sie brauchen und ihre eigene Meinung zu verbreiten.
8. Schutz der Privatsphäre und Würde, Artikel 16
Kinder haben das Recht, dass ihr Privatleben und ihre Würde geachtet werden.
9. Schutz im Krieg und auf der Flucht, Artikel 22 und 38
Kinder haben das Recht im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt zu werden.
10. Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung, Artikel 23
Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können.
 
Risikoanalyse:
 
Welche Risiken und Schwachstellen gibt es in meiner Kindertagespflegestelle:
- Wickelsituation
- Kuscheleinheiten
- An und Ausziehsituation
- Ausnutzen von Abhängigkeiten
 
Maßnahmen zur Vermeidung:
 
- Intimsphäre beim Wickeln achten.
- Kuscheln und Trösten sind unverzichtbar - die nötige professionelle Distanz(Kinder werden nicht geküsst) auch.
- ich achte auf meine körperliche und emotionale Gesundheit durch regelmäßigen Sport, Spaziergänge mit meiner Hündin, Yoga und Meditation.
- Reflektion
- regelmäßige Fortbildungen und Supervision.
 
Mein Leitbild:
 
Alle Lebewesen haben einen gewaltfreien, grenzen achtenden und wertschätzenden Umgang verdient. Mein Erziehungsstil ist geprägt durch die Akzeptanz und das Interesse am Kind als Individuum. Ich fördere die Resilienz der Kinder durch einen bindungsorientierten und liebevollen Umgang, damit sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen.
Ein respektvolles Miteinander und eine verlässliches Umfeld für die von mir betreuten Kinder zu bieten, ist mir wichtig.
Kindeswohl ist für mich eine Herzensangelegenheit!
 
Meine Leitsätze:
 
- Ich reflektiere regelmäßig meine Tätigkeit.
- Ich korrigiere Fehler und lerne daraus.
- Ich gebe meinen betreuten Kindern und deren Bezugspersonen, die Möglichkeit der Partizipation.
- Ich sehe die Bedürfnisse meiner Tageskinder und stelle mich auf jedes einzelne in ihrer Unterschiedlichkeit ein.
- Ich freue mich über Feedback.
- Ich nehme positive und negative Kritik ernst.
- Ich bilde mich regelmäßig fort.
- Ich handle zum Wohle der Kinder.
 
Verhaltenskodex:
 
Ich achte das individuelle Bedürfnis nach Nähe und Distanz jedes Kindes. Bei Handlungen am Kind wie das Wickeln, oder auf den Arm nehmen spreche ich vorher mit dem Kind und sage was ich tue. Ich begleite mit meiner Sprache die Situation. Mir ist wichtig, dass das Kind vorbereitet ist und wahrnehmen kann, was mit ihm/ihr gemacht wird. Davon ausgenommen sind gefährliche Situationen, in denen ein sofortiges Handeln nötig ist(z.B.: Kind rennt über eine Straße).
 
Selbstverpflichtungserklärung:
 
- ich beachte die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von Kindern. Sexuelle Handlungen sowie körperliche und seelische Gewalt an Schutzbefohlenen     stellen eine strafbare Handlung dar.
- ich schütze Kinder vor körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt und achte auf Anzeichen vor Vernachlässigung.
- ich verzichte auf abwertendes und ausgrenzendes Verhalten.
- ich unterlasse Beschimpfungen und abfällige Bemerkungen.
- ich beziehe zu jeder Zeit aktiv Stellung gegen diskriminierendes, rassistisches, gewalttätiges und sexistisches Verhalten aller Personen.
- ich achte die individuellen Grenzempfindungen und die Intimsphäre meiner Tageskinder.
- ich gehe sorgsam mit der mir übertragenen Verantwortung der Eltern um und werde niemals meine Stellung als Kindertagespflegeperson missbrauchen um sexuelle Handlungen an meinen Tageskindern zu vollziehen.

Fortbildungen:
 
ich nehme regelmäßig und gerne an Fortbildungen teil, das gehört für mich selbstverständlich dazu. Zum Thema Kindeswohl habe ich bisher an folgenden Seminaren teilgenommen:
 
Oktober 2020, Kindeswohl im Sportverein
Juli 2021, Kindeswohl im Sportverein
Juli 2021, Kindeswohl im Sportverein, Qualifikation für neue Ansprechpersonen
Oktober 2021, Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach §8a
Dezember 2021, Elternarbeit und Umsetzung des Schutzauftrages im Sportverein
 
Präventionsangebote im Internet:
 
beauftragter-missbrauch.de
kinderschutzbund-hochtaunus.de
zartbitter.de
schulische-praevention.de
ajs.nrw
hilfe-portal-missbrauch.de
wildwasser-frankfurt.de
kindeswohl-im-sport.de
profamilia.de
frauen-gegen-gewalt.de
nummergegenkummer.de
 
 
Zur Pflichtaufgabe einer Kindertagespflegeperson nach §8a Abs.4 SGB VIII gehört das Hinzuziehen einer insoweit erfahrenen Fachkraft des Jugendamts im Falle gewichtiger Anhaltspunkte zur Kindeswohlgefährdung. Weiterhin wird alle 5 Jahre ein erweitertes Führungszeugnis zur Verlängerung der Erlaubnis zur Kindertagespflege vom Jugendamt angefordert.